Eine kleine Zusammenfassung unseres Lebens auf Koh Lanta, einer kleinen Insel an der Westkueste Thailands: Wir wohnen direkt am Strand, und zwar wortwoertlich (es sind keine 10m). Unser Quartier ist ein kleiner Bambusbungalow, durch dessen geflochtene Waende morgens die Sonne hereinfaellt und schoene Muster kreiert. Zeitweise haben wir ein Bad unter freiem Himmel, inklusive Bananenbaum und direkter Sonneneinstrahlung - eine allmorgendliche Freude. Fruehstuecken gehen wir meistens bei einer gnaz suessen und superlieben Frau, die uns immer mit den noetigen Tips versorgt und uns ueberhaupt erst zu unserem billigen Hotel verholfen hat - unter uns nennen wir sie nur noch "Freundin". Neben wichtigem Insiderwissen versorgt sie uns natuerlich vor allem mit gutem Thai-Essen, und ganz wichtig, mit frischen Fruchtshakes, eine Sache, die man ueberall in Thailand an jeder Ecke kaufen kann und die grosses Suchtpotenzial haben weil unglaublich erfrischend und lecker (mindestens zweimal am Tag ist sozusagen Pflichtverzehr).
Eine weitere Bekanntschaft, die wir im uebrigen auch Freundin zu verdanken haben, ist Hut-Yee Boat (dies ist sein Name), ein absolutes Original und mir scheint der Fadenzieher der ganzen Insel. Sie schickt uns zu ihm, weil wir eine billiger Unterkunft suchen, und obwohl seine Bungalows bezeichnenderweise alle voll sind, telefoniert er rum, bis er fuer uns das Passende gefunden hat. Seitdem gehen wir alle paar Tage mal bei ihm vorbei, werden sofort herangewunken und herzlich empfangen, es gibt Kaffee und Bananen und den neuesten Inseltalk, wobei Hut-Yee sicherlich Tickets anzubieten hat fuer dies Festival und jenes Konzert und diverse Bootstrips und und und.
Neben seiner unglaublich entspannten Art (wahrscheinlich auf ein bisschen zuviel Gras zurueckzufuehren :) ist vor allem sein Englisch ohnegleichen: Einer seiner Lieblingsausdruecke ist mittlerweile fester Bestandteil unseres Wortschatzes geworden - "No hep", bevorzugt mehrmals hintereinander und nachdruecklich festgestellt, soll heissen, dass es etwas nicht gibt, etwas nicht funktioniert, oder jemand weg ist, je nach kontext und ist abgeleitet von no have (was sich aber, glaubt mir, wirklich erst nach einiger Zeit und viel KOpfzerbechen erschliesst).
Ansonsten tun wir nicht viel, ganz nach dem Motto "Der Strand ist uns genug" verbringen wir ganze Tage nur durch essen unterbrochen dort, lesend oder schlafend oder schwimmend - letzteres natuerlich mit besonderer Freude, denn das Wasser ist wahnsinnig klar, angenehm temperiert und die Badefreude von nichts getruebt.
Wenn uns diese "Beschaeftigung" mal fuer eine Weile genuegt und wir nach Abwechslung duersten, mieten wir uns Motorroller und cruisen durch die Insel, halten mal hier mal da an abgelegenen Buchten fuer eine kleine Abkuehlung, begegnen des Oefteren Elefanten am Strassenrand und geniessen so richtig das Leben. (Ja, euch alle ein bisschen neidisch zu machen, macht mir schon Spass...)
Nach fast zwei Wochen treffen wir eine Lisa, Freundin von Francesca, und zwei zufaelig MItreisende, verbringen noch ein paar Tage mit ihnen auf KOh Lanta, bevor wir, zusammen mit Lisa Standortwechsel betreiben und nach Koh Pha Ngan fahren, eine Insel an der Ostkueste.
Hier sind wir nun und kommen grade von einem Strassenmarkt, auf dem es die verruecktesten Sachen zu essen gibt. Wir probieren uns natuerlich durch einen Grossteil durch :)
Neuerdings gibt es reisetechnisch eine PLanaenderung. Weil Francesca aus Geldgruenden (ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich es erwaehnt habe, aber ihr wurde ein ziemlicher grosser Teil ihres Geldes von ihrem Konto gestohlen - ein ganz ganz grosser Scheiss) frueher nach Hause faehrt, werde ich noch etwa einen Monat allein durch Indien weiterreisen. Das wird eine krasse Umstellung werden, ploetzlich FRancesca nicht mehr dabei zu haben, mit der ich ja nun seit 6 Monaten jeden Tag verbringe und alles mit ihr teile... Aber obwohl ich sie sicherlich zum Teil sehr vermissen werde, bin ich gspannt darauf, wie ich das Reisen allein empfinde. Ich glaube es hat viel Potenzial, nochmal eine sehr spannende, andere und gute Erfahrung zu sein, und ich freue mich drauf! (Auch wenn ich gleichzeitig ein bisschen Angst habe, ausgerechnet in Indien, dem schwierigsten der Stops, so ganz allein zu sein :) Wie spannend!!!
Maren, das klingt super, du klingst super, super zufrieden! Alleine weiterreisen klingt nach einer wirklichs schwierigen, aufregenden Erfahrung, aber ich denke durch 6 Monate zu zweit immer wieder neue Länder/Sitten erkunden, hast du Übund im zurechtfinden. Daumen sind gedrückt! Zwar besuche ich keine thailändischen Sandstrände aber immerhin bilde ich mich deutschlandmäßig weiter, indem ich einfach alle möglichen Freunde, die schon studieren besuchen! Macht auch viel Spaß! :P Gute Weiterreise! Amelie
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