Mittwoch, 16. Februar 2011

Im Grossstadtgetuemmel

Am morgen nach unserer Ankunft in Bangkok wollen wir uns auf den Weg zur indischen Botschaft machen, um dort Francescas Visum zu beantragen. Kaum haben wir zwei Schritte getan, da werden wir voneiner Frau angesprochen, die uns wohl fuer hilfsbefuertig haelt, und erzaehlt uns, dass heute Chinesisches Neujahr ist, und aus dem Grund die Tempel in Bangkok kostenlos sind. Wir sind noch von unserem Glueck ganz berauscht, als sie ein Tuk-Tuk heranruft, mit dem Fahrer einen Deal ausmacht, und kurz darauf sitzen wir im Tuk-Tuk und verschieben kurzerhand unsere Plaene auf morgen, ersetzt durch eine verrueckte Fahrt mitten durch Bangkok in diesem Gefaehrt, wo man alles aus naechster Naehe und hautnah mitkriegt, inklusive einer grossen Portion hoechst Bangkok eigenen Smogs (und natuerlich ist man im Falle eines Unfalles naja sagen wir.. gearscht.). Wir haben den groessten Spass, die Stadt ist unglaublich schnell und voll und es gibt viel zu sehen, und ich glaube es gibt keinen besseren Weg, die Stadt zu erkunden (auch wenn man seinen Lungen danach ein paar Tage Pause goennen sollte).
Wir fahren von Tempel zu Tempel, einer beeindruckender, geschmueckter, kitschiger als der andere, aber alle wirklich schoen und faszinierend auf diese fremde, anziehende Art und Weise, die der Buddhismus (bei mir zumindest) mit sich bringt. Schon morgens haben wir in unserem Guesthouse beobachtet, wie ein riesiger Teller Essen, eine ganze gebratene Ganz inklusive Kopf, ganze Fruechte, Reis, alles was eben dazu gehoert und mehr als jeder der Besitzter essen wuerde (koennte, auch finanziell, schaetze ich), vor einen kleinen Buddhistischen Altar gestellt wurde. Fuer mich einfach immernoch unglaublich.

Am naechsten Tag fahren wir nach Chinatown. Leider sind die Feste und Auffuehrungen erst abends, wo wir schon wieder gen Sueden aufbrechen, aber auch so bietet sich ein ziemlich beeindruckendes Bild: Unter hunderten und aberhunderten roter chinesischer Laternen, die ueber die Strassen gespannt sind, hat sich eine riesige rotgekleidete Menge versammelt. Manche tragen nur rote T-shirts, aber viele haben sich ganz traditionell chinesisch angezogen, in chinesischen Kleidern aus roten Seidenstoffen mit den typischen Blumenmustern. An den Strassenseiten sind Staende mit den abgefahrensten Speisen aufgebaut. Leider koennen wir bei den meisten Sachen nicht heruasfinden, um was es sich handelt, denn Englisch spricht hier kaum jemand.
An grossen "Baeumen" kann man seine Neujahrswuensche, auf kleinen Karten verewigt, aufhaengen oder dem Koenig von Thailand schriftlich Gutes wuenschen.

Abends machen wir uns auf den Weg in den Sueden - die Insel ruft! - auf eine mal wieder lange Busfahrt. Wir sind unweigerlich beeindruckt von Bangkok, aber auch ein bisschen ausgelaugt, Reizueberflutung ist das Stichwort, und so sind wir froh uber eine kleine Pause von der Stadt, aber ich freue mich schon darauf, in ein paar Wochen wiederzukommen.

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