Sonntag, 19. September 2010

These Streets will make you feel brandnew, these lights will inspire you - Let's hear it for New York - Blogeintrag von Francesca


"Die letzten 24 Stunden im wahnsinnigen New York brechen an und erst jetzt habe ich das Gefuehl mich guten Gewissens aus dem Abenteuer rauszuhalten um euch davon zu berichten.
Die zwei Wochen in der Stadt haben sich wie eine Ewigkeit angefuehlt. Schon in den ersten Tagen waren wir beeindruckt von dem Gefuehl unendlich viel Zeit zu haben. Genau deswegen haben wir viele Tage dazu genutzt uns gedankenlos treiben zu lassen, wodurch wir die Stadt um so vieles besser kennenlernen konnten, als ich es mir je erhofft oder erwuenscht habe.
Wir bewegen uns (meist) ohne Karte und werden zumindest 1-2 mal am Tag nach dem Weg gefragt - whohooo, wir sehen aus wie NewYorkeees :)

Wir leben im noerdlichen Manhattan ( 138th Street, Ecke Broadway) , bewegen uns aber auf der ganzen Insel und in Brooklyn hin und her. Die U Bahnverbindung ist mittelmaessig sobald man nicht mehr in Mid- oder Downtown ist, dafuer singen und spielen immer ausserst witzige Leute darin, die Geld erwarten und bloederweise jedes Mal mein gutes Herz endtarnen und ausgerechnet vor mir stehen bleiben... furchtbar, ihr wisst wie schnell ich erroete... Auch ansonsten tue ich mich schwer mit den Komplimenten, gerade Verkauefer technischer Geraete und Deli Mitarbeiter (Deli = Laden, der kalte Speisen zum Mitnhemen anbietet) erweisen sich als Liebhaber anstoessiger Bemerkungen und immer gleichen Kommentaren ("whoo, these blonde german girls").

Sehr oft wurde ich gefragt "Und ist es denn so, wie man es aus den Filmen kennt?". Diese Frage muss ich selbstverstaendlich bejahen, denn das Financial District ist ebenso hektisch und imposant, die 5th Avenue ebenso luxurioes, modelllastig und snobbig, der Times Square ebenso bunt, lustig und riesig und der Central Park ebenso gross und grossartig, wie man es sich vorstellt, aber es ist eben noch so vieles mehr. All das, was Maren und ich so sehr lieben findet hier ueberhaupt keinen Platz.

Unsere Lieblingsviertel sind ganz eindeutig das Greenwhich Village fuer seine grossartig entspannte Atmosphaere und all die suessen Boutiquen, Bakerys und gute Clubs (angrenzend an Tribeca), das East Village, das so unglaublich Bohemian ist... alle Einwohner sind unglaublich cool, die Vintagelaeden sind hoffnungslos durchgeknallt und jeder dritte Laden beherbergt ein Tattoo Studio, BoCoCa in Brooklyn, das zweifelsohne die hoechste Restaurantdichte aufweist und dabei die Sympathie Brooklyns beibehaelt und Williamsburg, die sehr Hipsterlastige, aber dafuer auch sehr entspannte Hochburg Brooklyns. Kulinarisch und Empfindungstechnisch koennte man die Weltreise gut und gerne auch in NYC erleben.

Unser festes Vorhaben jeden Tag in einem anderen Restaurant zu essen (Ja, draussen essen ist tatsaechlich billiger, als zu kochen) haben wir nur fuer die weltbesten Veggie-Burger auf der Fashion Avenue gebrochen und so haben wir haufenweise tolle Sachen gegessen und hippe und huebsche Restaurants kennengelernt. Die Vintagelaeden sind unglaublich. Auch die Flohmaerkte sind extrem suess und die Wolkenkratzer hinter den Staenden sehen immer etwas fehlplatziert aus.
Die Museen und Gallerien sind orgasmisch. Das MoMA hat natuerlich alle geschlagen, aber auch das Metropolitan und das Whitney waren der Knaller. Unglaublich.

Wir waren auf sehr witzigen Konzerten (Jazz begleitet einen hier tatsaechlich von der Strasse, in Lokale und Kunstaustellungen). Gestern haben wir Jamie Lidell in der Webster Hall gesehen und er (wie auch sein gesamtes Publikum und deren Tanzstil) wurden zum Lord of Gaydom gekuehrt.

Was mich beeindruckt ist die Lebensqualitaet, die die Stadt (der Staat) bietet, ohne etwas dafuer zu erwarten. In den diversen Parks gibt es stets gratis Sportangebote (Tennis, Squash, Basketball etc Plaetze) und Stuehle, Tische zum sitzen. Maren und ich suchen immer nach den Caffees, denen wir zum sitzen Geld in den Po stecken muessen, die gibt es aber nicht. Ganz toll!

Gut, jetzt war ich aber wirklich fleissig. Zusammengefasst laesst sich sagen --> New York kann nicht enttaueschen. Bewegt man sich ausserhalb der Touristenpfade, wobei auch die ganz spannend und beeindruckend (Aussicht vom Empire State Builiding!) sind, entdeckt man soviel Neues und... keine Ahnung Wahnsinniges, dass man einfach zurueck wollen MUSS.

Ach und das Wetter ist auch ausgezeichnet, es bewegt sich zwischen 23 und 30 Grad. Der "Sturm" war ein unglaublich starker Sommerregen, durch den Maren und ich barfuss vom Fashion Week Zelt zu einem Jazz Konzert gerannt sind. Also ist und war alles gut :)

Ich melde mich bald und dann hoffentlich auch mit ein Paar der hunderten Fotos, wenn ich an der Westkueste bin wieder."

Das sagt Francesca dazu.

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